geklaut versaut?
Ich habe schon als Kind die abenteuerlichsten Versuche unternommen eine Kokosnuss zu öffnen. Meistens war das nicht so erfolgreich und wenn dann Opa oder Papa zu Hilfe kamen war die Nuss danach nie so schön wie ich mir das Vorgestellt hatte. Meist endetet es in vielen kleinen, meist irgendwie sehr dreckigen Stücken und hatte nicht mehr viel vom Karibik-Palmen-Insel-Flair den ich mir erträumt hatte. Das fast ekligste war allerdings der Versuch mit dem Backofen – Kokosnuss schön heiß werden lassen und dann aufklopfen – irgendwann war sie Offen, das Kokoswasser überall in der Küche, die Finger verbrannt und heißes Kokosfleisch ist so ganz und gar nicht lecker und wenn es wieder kalt ist wird das auch nicht besser.
Inzwischen bin ich größer und dank google auch etwas schlauer, zumindest was das Öffnen von Kokosnüssen angeht. Loch bohren, Wasser auffangen, kurz das erste mal wundern wieso das Loch so weich durchzustechen ging.
Hammer zücken Kokosnuss gut festhalten und an der dicksten Stelle im Urhzeigersinn (ganz mutige wagen es auch gegen den Uhrzeigersinn ) immer schön kräftig auf drauf schlagen. 1 1/2 Umdrehungen und sie ist offen. Jetzt kommt das ekligste: und alles riecht sauer nach Kotze schon mal gegessenem. Nicht zu übersehen die tollen schwarzen stellen an der Bruchkante.

Kokosnuss

Jetzt ist mein bedarf an Kokosnussfleisch erstmal wieder für eine weile gedeckt und die nächste werde ich auf gar keinen Fall auf nüchternen Magen zum Frühstück öffnen, auch wenn ich jetzt endlich weiß, wie es ganz einfach geht.

Advertisements